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Migration und Fremdenfeindlichkeit 
in Costa Rica
 

Migration und Fremdenfeindlichkeit in Costa Rica

Online-Vortrag mit Lateinamerika-Experte Laurin Blecha
 
Donnerstag, 16. April 2020, 16:00 Uhr
 
AAI-Online-Raum, https://aai.plus/webinar/
 
Die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas führen auch dort zu vielen Fluchtbewegungen. Costa Rica ist dabei eines der Migrationsziele, wohin besonders Nicaraguaner*innen seit der großen Krise in ihrer Heimat im April 2018 flüchten.
Nationalistische Bewegungen sind in Costa Rica seither wieder präsenter geworden. Vor allem auf Social-Media-Kanälen kommt es zu emotionalisierten Posts, die sich um die Themen Sicherheit und Identität drehen. Resultat ist eine Anti-Flüchtlingsatmosphäre. Die Ursprünge für diese fremdenfeindliche Haltung und weiteren Vorurteilen sind aber tiefer in der Geschichte des Landes verankert.
 
Am 16. April wird der Historiker und Lateinamerika Experte Laurin Blecha von der Universität Wien zum geschilderten Thema einen Online-Vortrag halten. Dieser Beitrag wird vom Afro-Asiatischen Institut Salzburg veranstaltet und soll die geschichtlichen Verknüpfungen zur aktuellen Situation in Zentralamerika erläutern. Herr Blecha hat in den vergangenen 10 Jahren mehrmonatige Aufenthalte in Nicaragua unternommen. Er hat durch seine Mitarbeit in einer NGO und durch seine wissenschaftliche Tätigkeit einen tiefen Einblick in das Land und seine Geschichte gewonnen. Der Vortrag im April wird für eine interessierte Öffentlichkeit vergangene sowie gegenwärtige gesellschaftliche Prozesse an der Landbrücke des amerikanischen Doppelkontinents erläutern.
 
Zentralamerika ist in deutschsprachigen Medien oft unterrepräsentiert. Dieser Weltregion Aufmerksamkeit zu schenken ist aber besonders aus menschenrechtlichen Gründen wichtig. Denn nicht nur die durch internationale Vereinbarungen abgesicherten Rechte von Flüchtlingen und Asylsuchenden werden schrittweise reduziert. Auch zivilgesellschaftliche Bewegungen, die diese Rechte von Flüchtlingen schützen und verteidigen, werden von lokalen wie auch globalen rechten Akteur*innen unter Druck gesetzt. Weltweit finden ähnliche Prozesse in vielen Ländern statt. Der Blick über den eigenen Tellerrand verhilft dazu menschenrechtlich bedenkliche Vorgänge zu erfassen und Parallelen zur aktuellen Lage an den Grenzen Europas zu ziehen. Denn „alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ und dieses hart erkämpfte Menschenrecht gilt es dringend zu wahren.
 
Referierende: Laurin Blecha, Lateinamerika Experte vom Institut für Geschichte, Universität Wien
 
Ort: AAI-Online-Raum, https://aai.plus/webinar/
 
Anleitung zum Einstieg in dieses Webinar unter: https://aai-salzburg.at
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