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No Fish for Senegal? Fishing for Food Security

Termin/Ort: Do, 21. Mai 2015, 19 Uhr; AAI, Clubraum (EG)

Referent: Mamadou Faye (Senegal)

Im Senegal leben hunderttausende Menschen von der Fischerei. Doch seit Jahren gibt es zu wenig Fisch in den westafrikanischen Gewässern. Vor der Küste des Senegal fischen große Fangflotten aus der EU, Russland und China, oft unerlaubt. Damit der Fisch nicht eines Tages verschwindet und sich die schwierige Ernährungssituation in der Region verbessert, müssen sich alle an seinem Schutz beteiligen. Mamadou Faye stellt sein Herkunftsland vor und spricht über die Probleme und Perspektiven von Fischerei und Ernährungssicherheit im Senegal. In Englisch, bei der Diskussion ist eine Übersetzung möglich.

LOSITO zeigt zum Thema im Foyer Malereien von LOSITO-MalerInnen in Senegal und Gambia.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: AAI Salzburg, LOSITO, im Rahmen der AMREF Days of Dialogue



Bildnachweis: Séa Diallo/LOSITO


AAI Stipendien für Eine Welt

Im Rahmen des Stipendienprogrammes werden Master- und PhD-Studierende aus außereuropäischen Entwicklungsländern mit Teilstipendien unterstützt. Voraussetzung für die Förderung ist eine entwicklungspolitisch relevante Schwerpunktsetzung im Studium bzw. im Rahmen der Abschlussarbeit. Weitere Details zum Stipendienprogramm und die Bewerbungsunterlagen gibt es hier.

Die Bewerbungsfrist läuft von 15. April bis 31. Juli.


Wachstum ohne Ende?

Am Donnerstag, 7. Mai 2015, sprach Franziskus Forster, ehemaliges Vorstandsmitglied von ATTAC Österreich und Gründungsmitglied von AgrarATTAC, am AAI über „Wachstum ohne Ende“. Wachstum wird vielfach noch als Schlüssel für Wohlstand und Entwicklung verstanden. Wer diese Logik infrage stellt, wird harsch kritisiert, wie kürzlich die Einkaufszentren-Diskussion in Salzburg zeigte. Der gut besuchte Vortrag zeigte, wie aktuell die Diskussion um Wachstum heute ist, und wie groß das Bedürfnis danach, die Triebkräfte der Wachstumslogik sowie mögliche Alternativen für ein „gutes Leben“ ohne Wachstum zu diskutieren.  

Viele Organisationen und Institutionen verwenden Wachstum als „Zauberwort“, meine Forster; Wachstum sei die Lösung zu allem. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Politik behauptet, dass wir Wachstum brauchen. Einer der Hauptkritikpunkte an Wachstum ist, dass es auf einem endlichen Planeten kein unendliches Wachstum geben kann. Aufgrund des Wachstums“zwangs“ und –„drangs“ wird die Natur ausgebeutet, die soziale Ungleichheit nimmt zu. Die Wachstumsfolgen liegen auf vielfältigen Ebenen, und Forster hob hervor, dass wir „in einer Zeit der Vielfachkrise leben“: Klima-, Umwelt-, Finanz, -Arbeitskrise seien eng mit dem Wachstumszwang verbunden. Doch viele Menschen sähen es inzwischen als Ziel, nicht mehr, sondern genug zu haben, und verfolgten das Motto: „ Wir wollen nicht besser leben, sondern gut!“ Die implizite Gleichstellung von Brutto-Inlandsprodukt (BIP) und Lebensqualität würde ebenfalls immer häufiger in Frage gestellt. Der Referent erläuterte, dass eines der wesentlichen Triebkräfte von Wachstum die kapitalistische Gesellschaft ist, da die Einstellung, dass Wachstum notwendig sei, intrinsisch darin verankert ist. Als Alternative zu Wachstum im kapitalistischen Sinne stellte Forster die solidarische Postwachstumsökonomie vor. Hier spielt nicht Effizienz eine Rolle sondern „Suffizienz, die kleine Schwester der Effizienz“. Es geht um die Fragen „was ist zu viel?“, „was braucht man nicht mehr?“ und „was ist genug?“. Eine angeregte und intensive Diskussion  mit den TeilnehmerInnen folgte dem spannenden Vortrag. Hier wurden unter anderem Fragen zur Privatisierung von gemeinschaftlichen Gütern wie Wasser oder Land, zum Geldsystem und Alternativen gestellt und konkret weitergedacht, wie man vorgehen könne, um eine Veränderung zu unterstützen. Das AAI lud im Anschluss zur Fortführung der Diskussion im informellen Rahmen und bei einem Glas Wein ein.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: AAI Salzburg, ÖGB Salzburg, Gesellschaftspolitisches Referat der ÖH Salzburg, ATTAC Salzburg, KHG Salzburg

Bildnachweis: Franziskus Forster


Kaufen ohne Ende?

Ein konsumkritischer Stadtspaziergang ist ein informativer und interaktiver Rundgang durch Salzburg, der Globalisierung und nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt stellt. Anhand von verschiedenen Stationen erleben die TeilnehmerInnen, wie sehr Globalisierung Teil unseres Lebens ist und welche Alternativen es für kritische KonsumentInnen in Salzburg gibt. Sie erfahren mehr über die Produktionsschritte von Waren und was sie damit zu tun haben, warum uns Werbung zum Einkaufen motiviert und wie man „anders kaufen“ kann.

Termine: Fr, 8. Mai 2015 und Sa, 30. Mai 2015, jeweils 13 Uhr
Treffpunkt: Südwind Büro, ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5
Dauer:
ca. 1 ½ Stunden. Kostenlos!
Anmeldung erbeten unter: 0662/841413-13, andrea.thuma (at) aai-salzburg.at 



Eine gemeinsame Veranstaltung von: AAI Salzburg, Referat Weltkirche, Südwind Salzburg, EZA
In Kooperation mit: Weltladen Linzergasse, FAIRTRADE Stadt Salzburg, Gesellschaftspolitisches und Frauenreferat der ÖH Salzburg, KHJ Salzburg


Bildnachweis: Helene Souza/pixelio.de

 


Das Eigene - Das Fremde

Im Workshop „Das Eigene – Das Fremde“ trafen sich am 17. April die StipendiatInnen des AAI und andere Interessierte, um gemeinsam mehr über Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile auf einer interaktiven Art und Weise zu erfahren. Anhand von Übungen, Diskussionen und Rollenspiele gingen sie unter anderem den Fragen „Wie entstehen Vorurteil und wie gehen wir mit ihnen um?“, „Wie begegnen wir Diskriminierung?“, oder „Wo beginnt eigentlich Rassismus, und was können Betroffene und BeobachterInnen dagegen tun?“ nach. Der Workshop wurde von Astrid Schmid (AAI) und Elisabeth Rieser (Antidiskriminierungstelle der Stadt Salzburg) geleitet und  war in Deutsch und Englisch.

Eine der Übungen sollte zeigen, wie man verschiedene Personen aufgrund von Gruppenzugehörigkeiten oder bestimmte Zuschreibungen unterschiedlich behandelt bzw. anders mit ihnen kommuniziert: Alle TeilnehmerInnen erhielten einen Aufkleber mit verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften und sollten mit den Anderen ins Gespräch kommen, ohne zu wissen, was auf dem eigenen Aufkleber stand. Das  Gespräch mit ihrem jeweiligen Gegenüber sollte sich an den Informationen auf seinem/ihrem Aufkleber orientieren. Mit Hilfe der Art und Weise, wie sie von Anderen angesprochen wurde, rieten die TeilnehmerInnen, was auf dem eigenen Aufkleber stand. Anschließend überlegten sie anhand von Bildern, ob darauf Formen von Rassismus oder Diskriminierung zu sehen waren, und tauschten sich zu den eigenen Ansichten aus, was Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile bedeuten. Eine gemeinsam erarbeitete Definition zu diesen Begriffen wurde auf einem Flip-Chart festgehalten. Auch Forum-Theater kam als Methode zur Anwendung: In zwei Gruppen tauschten die Mitglieder eigene Erfahrungen mit Diskriminierung aus und einigten sich auf eine Erfahrung, die in Form eines Forum-Theaters dargestellt wurde. Die ZuschauerInnen konnten danach eine der vortragenden Personen austauschen, in deren Rolle schlüpfen und die Situation mit einem alternativen Handeln erneut durchspielen. Der gut besuchte Workshop verlief in bester Stimmung und konnte den TeilnehmerInnen handlungsorientierte Überlegungen zu den Themen Rassismus, Diskriminierung und wie man dagegen vorgehen kann, mitgeben.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: AAI Salzburg, Anti-Diskriminierungsstelle der Stadt Salzburg, Sozialreferat der ÖH Salzburg


Das Europäische Jahr für Entwicklung 2015

2015 ist ein entscheidendes Jahr für die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem Ablaufen der im Jahr 2000 vereinbarten Frist der Milleniums-Entwicklungsziele (MDGs) und der Post-2015-Agenda werden 2015 die Weichen für die zukünftige Entwicklungspolitik gestellt. Die internationale Gemeinschaft gibt hierbei neue Rahmenbedingungen für die Bekämpfung der Armut und für eine nachhaltige Entwicklung vor.

Vor diesem Hintergrund rückt die Europäische Union als weltweit größte Geberin öffentlicher Entwicklungshilfe im Jahr 2015 das Thema Entwicklung ins Rampenlicht. Unter dem Motto des Europäischen Jahrs für Entwicklung „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ soll die Öffentlichkeit einerseits über das breite Feld der Entwicklungszusammenarbeit der EU und ihrer Mitgliedsstaaten informiert werden. Andererseits soll auch verdeutlicht werden, dass diese Zusammenarbeit nicht nur dem Interesse der EmpfängerInnen dient, sondern auch einen Nutzen für alle UnionsbürgerInnen beinhaltet. Ein weiteres Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für entwicklungspolitische Aktivitäten und Zusammenhänge zu schaffen und das Interesse und aktive Engagement der BürgerInnen Europas in der Entwicklungspolitik zu fördern.

Neben der unionsweiten Kampagne beteiligen sich auch die einzelnen Mitgliedsstaaten sowie verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen und die Medien mit einer Vielzahl an verschiedenen Veranstaltungen und Programmen. Auch das AAI Salzburg nimmt aktiv an dem Europäischen Jahr der Entwicklung 2015 teil und bietet verschiedene Veranstaltungen wie Workshops, Vorträge und Diskussionen an. Insbesondere blickt das AAI kritisch auf das „Allheilmittel“ Wachstum für Entwicklung und möchte zum Hinterfragen eigener Gewohnheiten sowie gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen anregen. Bereits im Frühling und Sommer 2015 sind dazu viele spannende Veranstaltungen geplant.

Informationen zum Europäischen Jahr für Entwicklung 2015

Bildnachweis: Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, www.entwicklung.at

 


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