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Wachstum ohne Ende? Vortrag

Referent: Franziskus Forster, ATTAC Österreich

 Termin/Ort: Do, 7. Mai 2015, 19 Uhr; AAI, Clubraum (EG)

„Wir brauchen mehr Wachstum!“ Das verkünden Politik und Wirtschaft einhellig. Doch Wachstum bedeutet nicht automatisch Lebensqualität: Die Ausbeutung von Ressourcen hemmt in vielen Regionen Entwicklung, die Allgemeinheit muss für Umwelt- und andere Folgekosten zahlen. Die Suche nach neuen Wachstumsmärkten führt zur Privatisierung gemeinschaftlicher Güter wie Wasser und Naturschätze. Weltweit verschärft sich die Schere zwischen Arm und Reich.

Es wird notwendig, den Mythos vom ewigen Wirtschaftswachstum zu hinterfragen: Was steckt dahinter? Wie „funktioniert“ Wachstum, warum verlangt die Wirtschaft danach, und gibt es ein „gutes Leben“ ohne Wachstum?


Eine gemeinsame Veranstaltung von: AAI Salzburg, ÖGB Salzburg, Gesellschaftspolitisches Referat der ÖH Salzburg, ATTAC Salzburg, KHG Salzburg

Bildnachweis: Franziskus Forster


Kaufen ohne Ende?

Ein konsumkritischer Stadtspaziergang ist ein informativer und interaktiver Rundgang durch Salzburg, der Globalisierung und nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt stellt. Anhand von verschiedenen Stationen erleben die TeilnehmerInnen, wie sehr Globalisierung Teil unseres Lebens ist und welche Alternativen es für kritische KonsumentInnen in Salzburg gibt. Sie erfahren mehr über die Produktionsschritte von Waren und was sie damit zu tun haben, warum uns Werbung zum Einkaufen motiviert und wie man „anders kaufen“ kann.

Termine: Fr, 8. Mai 2015 und Sa, 30. Mai 2015, jeweils 13 Uhr
Treffpunkt: Südwind Büro, ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5
Dauer:
ca. 1 ½ Stunden. Kostenlos!
Anmeldung erbeten unter: 0662/841413-13, andrea.thuma (at) aai-salzburg.at 



Eine gemeinsame Veranstaltung von: AAI Salzburg, Referat Weltkirche, Südwind Salzburg, EZA
In Kooperation mit: Weltladen Linzergasse, FAIRTRADE Stadt Salzburg, Gesellschaftspolitisches und Frauenreferat der ÖH Salzburg, KHJ Salzburg


Bildnachweis: Helene Souza/pixelio.de

 


AAI Stipendien für Eine Welt

Im Rahmen des Stipendienprogrammes werden Master- und PhD-Studierende aus außereuropäischen Entwicklungsländern mit Teilstipendien unterstützt. Voraussetzung für die Förderung ist eine entwicklungspolitisch relevante Schwerpunktsetzung im Studium bzw. im Rahmen der Abschlussarbeit. Weitere Details zum Stipendienprogramm und die Bewerbungsunterlagen gibt es hier.

Die Bewerbungsfrist läuft von 15. April bis 31. Juli.


Das Eigene - Das Fremde

Im Workshop „Das Eigene – Das Fremde“ trafen sich am 17. April die StipendiatInnen des AAI und andere Interessierte, um gemeinsam mehr über Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile auf einer interaktiven Art und Weise zu erfahren. Anhand von Übungen, Diskussionen und Rollenspiele gingen sie unter anderem den Fragen „Wie entstehen Vorurteil und wie gehen wir mit ihnen um?“, „Wie begegnen wir Diskriminierung?“, oder „Wo beginnt eigentlich Rassismus, und was können Betroffene und BeobachterInnen dagegen tun?“ nach. Der Workshop wurde von Astrid Schmid (AAI) geleitet und  war in Deutsch und Englisch.

Eine der Übungen sollte zeigen, wie man verschiedene Personen aufgrund von Gruppenzugehörigkeiten oder bestimmte Zuschreibungen unterschiedlich behandelt bzw. anders mit ihnen kommuniziert: Alle TeilnehmerInnen erhielten einen Aufkleber mit verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften und sollten mit den Anderen ins Gespräch kommen, ohne zu wissen, was auf dem eigenen Aufkleber stand. Das  Gespräch mit ihrem jeweiligen Gegenüber sollte sich an den Informationen auf seinem/ihrem Aufkleber orientieren. Mit Hilfe der Art und Weise, wie sie von Anderen angesprochen wurde, rieten die TeilnehmerInnen, was auf dem eigenen Aufkleber stand. Anschließend überlegten sie anhand von Bildern, ob darauf Formen von Rassismus oder Diskriminierung zu sehen waren, und tauschten sich zu den eigenen Ansichten aus, was Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile bedeuten. Eine gemeinsam erarbeitete Definition zu diesen Begriffen wurde auf einem Flip-Chart festgehalten. Auch Forum-Theater kam als Methode zur Anwendung: In zwei Gruppen tauschten die Mitglieder eigene Erfahrungen mit Diskriminierung aus und einigten sich auf eine Erfahrung, die in Form eines Forum-Theaters dargestellt wurde. Die ZuschauerInnen konnten danach eine der vortragenden Personen austauschen, in deren Rolle schlüpfen und die Situation mit einem alternativen Handeln erneut durchspielen. Der gut besuchte Workshop verlief in bester Stimmung und konnte den TeilnehmerInnen handlungsorientierte Überlegungen zu den Themen Rassismus, Diskriminierung und wie man dagegen vorgehen kann, mitgeben.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: AAI Salzburg, Anti-Diskriminierungsstelle der Stadt Salzburg, Sozialreferat der ÖH Salzburg


Krieg im Namen des Islam?

Krieg im Namen des Islam? Teil I: Radikalisierung und Prävention

Die terroristische Organisation „Islamischer Staat“ steht seit Monaten im Fokus der Medienberichterstattung. Vor allem auch die Tatsache, dass auch junge ÖsterreicherInnen nach Syrien oder in den Irak als Jihadisten in den Krieg ziehen, erlangte große Aufmerksamkeit. Doch was treibt Jugendliche in den Jihadismus? Und wie kann man einer Radikalisierung effektiv entgegenwirken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops„Radikalisierung und Prävention“ unter der Leitung von Dr. Thomas Schmidinger, Politikwissenschafter und Kultur- und Sozialanthropologe an der Universität Wien, am Mittwoch, 15. April im UNIPARK Nonntal. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem  politischen Islam und gründete zusammen mit Moussa Al-Hassan Diaw das „Netzwerk Sozialer Zusammenhalt“, das sich in der Präventionsarbeit und für die Deradikalisierung  engagiert.

Im Workshop wurden historische Entstehungen verschiedener islamischer Strömungen und die Unterschiede zwischen dem Islam als Weltreligion und dem politischen Islam erörtert. Hierbei stand insbesondere der Salafismus im Fokus. In welchen Schritten erfolgt nun die Radikalisierung zum Jihadisten? Die TeilnehmerInnen beschäftigten sich zur Beantwortung dieser schwierigen Frage zunächst mit der Praxis des Takfir und der Bedeutung des  Jihad als religiöse Pflicht. In den letzten 10 Jahren vermischte sich die Ideologie des Jihadismus zunehmend mit popkulturellen Elementen, die vor allem für Jugendliche eine große Anziehungskraft besitzen. Zur Veranschaulichung wurden Propaganda- und Musikvideos, die von Jihadisten ins Internet gestellt wurden, gezeigt und analysiert.  Die Jugendlichen, die sich dem Jihadismus anschließen (wollen), haben sehr unterschiedliche Biografien und Hintergründe. Auch steht nicht die religiöse Erfahrung im Vordergrund, sondern Gefühle der Entfremdung von der Gesellschaft, der Wunsch nach Gemeinschaft und einer eigenen Identität, ein Ausweg aus Sinnkrisen sowie psychische Erkrankungen oder kriminelle Tendenzen. Sie tragen dazu bei, dass diese jungen ÖsterreicherInnen einen Halt im Extremismus suchen. Es bestehen durchaus große geschlechterspezifische Unterschiede für die Gründe zur Radikalisierung. Der Referent Thomas Schmidinger betonte, dass eine erfolgreiche Vorbeugung des islamischen Extremismus nur auf gesamtgesellschaftlicher Ebene erfolgen kann. Es sind nicht nur SozialarbeiterInnen oder LehrerInnen gefragt, auch die Gesellschaft und die Politik müssen hier ihren Beitrag leisten, um die Entfremdung und Abgrenzung von Menschen zu verhindern. Somit steht als ein zentraler Aspekt der Prävention das Ziel, Zusammengehörigkeit zu schaffen.

Krieg im Namen des Islam? Teil II: Hintergründe und aktuelle Entwicklungen

Die Terrormiliz Islamischer Staat“ ist den meisten heutzutage ein gängiger Begriff geworden. Was jedoch genau dahinter steht,  wie diese Organisation entstanden ist und welche Ziele sie verfolgt  war Inhalt des Vortrags „Krieg im Namen des Islam?“ von Dr. Thomas Schmidinger (Universität Wien, Netzwerk Sozialer Zusammenhalt) am 15. April im UNIPARK Nonntal.

Der Nahe Osten ist eine Region, die von Instabilität und ständigen Transformationen betroffen ist. Er bietet somit Raum für viele nichtstaatliche und auch transnationale Organisationen wie der Terrororganisation „Islamischer Staat“.  Der Vortrag zeichnete  detailliert die Entwicklung  des IS von seinen Anfängen im Irak  unter dem Namen Jama at al-Tawhid wal-Jihad und der Vereinigung mit Al-Qaida nach dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003, über diverse Zusammenschlüsse und Namensänderungen bis hin zum  seit 2011 herrschender Bürgerkrieg in Syrien und aktuellen Entwicklungen der terroristischen Organisation unter dem Namen  „Islamischer  Staat“ nach.  Die rund 70 BesucherInnen erfuhren Näheres über die Hintergründe und Ursachen der Entstehung des IS, was ihn von der Al-Qaida unterscheidet  und welche Gruppen sich dem IS entgegenstellen. Auch machte Dr. Schmidinger auf die schwierige Situation der Flüchtlinge sowohl außerhalb als auch innerhalb des Iraks und Syriens aufmerksam. Unterstützt wurde der Vortrag durch private Fotografien von Flüchtlingslagern, Grenzgebieten oder auch  Kämpferinnen der kurdischen Frauenverteidigungseinheit YPJ, die der Referent auf seinen zahlreichen Reisen in den Nahen Osten aufgenommen hatte. Dr. Thomas Schmidinger merkte des Weiteren  an, dass der IS seine Anhänger zunehmend dazu auffordert, innerhalb Europas im Sinne des Jihads zu agieren, anstatt direkt nach Syrien oder den Irak zu ziehen. Dieser Strategiewechsel birgt somit Gefahren für Europa.

Im Anschluss an den Vortrag fand sich noch Zeit für zahlreiche Fragen des Publikums. So wurde beispielsweise die Frage, was man selbst gegen den IS und die Radikalisierung innerhalb der österreichischen Gesellschaft machen kann diskutiert.  Wie die muslimische Gemeinschaft auf die Entwicklungen reagiert war den BesucherInnen ein Anliegen.

Ein Thementag von: AAI Salzburg, Friedensbüro, Gesellschaftspolitisches Referat der ÖH Salzburg, Integrationsbüro Salzburg, Runder Tisch Menschenrechte

Bildnachweis: Kathrin Quatember


Das Europäische Jahr für Entwicklung 2015

2015 ist ein entscheidendes Jahr für die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem Ablaufen der im Jahr 2000 vereinbarten Frist der Milleniums-Entwicklungsziele (MDGs) und der Post-2015-Agenda werden 2015 die Weichen für die zukünftige Entwicklungspolitik gestellt. Die internationale Gemeinschaft gibt hierbei neue Rahmenbedingungen für die Bekämpfung der Armut und für eine nachhaltige Entwicklung vor.

Vor diesem Hintergrund rückt die Europäische Union als weltweit größte Geberin öffentlicher Entwicklungshilfe im Jahr 2015 das Thema Entwicklung ins Rampenlicht. Unter dem Motto des Europäischen Jahrs für Entwicklung „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ soll die Öffentlichkeit einerseits über das breite Feld der Entwicklungszusammenarbeit der EU und ihrer Mitgliedsstaaten informiert werden. Andererseits soll auch verdeutlicht werden, dass diese Zusammenarbeit nicht nur dem Interesse der EmpfängerInnen dient, sondern auch einen Nutzen für alle UnionsbürgerInnen beinhaltet. Ein weiteres Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für entwicklungspolitische Aktivitäten und Zusammenhänge zu schaffen und das Interesse und aktive Engagement der BürgerInnen Europas in der Entwicklungspolitik zu fördern.

Neben der unionsweiten Kampagne beteiligen sich auch die einzelnen Mitgliedsstaaten sowie verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen und die Medien mit einer Vielzahl an verschiedenen Veranstaltungen und Programmen. Auch das AAI Salzburg nimmt aktiv an dem Europäischen Jahr der Entwicklung 2015 teil und bietet verschiedene Veranstaltungen wie Workshops, Vorträge und Diskussionen an. Insbesondere blickt das AAI kritisch auf das „Allheilmittel“ Wachstum für Entwicklung und möchte zum Hinterfragen eigener Gewohnheiten sowie gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen anregen. Bereits im Frühling und Sommer 2015 sind dazu viele spannende Veranstaltungen geplant.

Informationen zum Europäischen Jahr für Entwicklung 2015

Bildnachweis: Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, www.entwicklung.at

 


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